Am frühen Mittwochmorgen um 03.37 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Kassel zu einer Gasausströmung in die Holländische Strasse gerufen. Neben dem Haus 149 strömte deutlich hörbar und riechbar Erdgas in einer Baugrube aus.
Die Erkundung des Einsatzleiters ergab, dass es sich um eine Fernwärmebaustelle handelte. Die stadteinwärts führende Fahrbahn war bereits durch die anwesenden Polizeikräfte gesperrt, stadtauswärts wurde nach Ankunft der Feuerwehr die Straße gesperrt.
Das unmittelbar an der Baustelle gelegene Haus 149 wurde aus Sicherheitsgründen gemeinsam mit der Polizei geräumt. Messungen der Feuerwehr ergaben im Ausströmbereich eine deutliche Explosionsgefahr. Die ebenfalls zur Einsatzstelle gerufenen Mitarbeiter der städtischen Werke Kassel dichteten die Leckage vorläufig ab.
Ein Austausch des defekten Rohrstückes wurde später vorgenommen. Nach ca. 30 Minuten war die Gefahr beseitigt und die Hausbewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Vollsperrung der Holländischen Strasse wurde wieder aufgehoben.
Aufgrund der warmen Witterung konnten alle Hausbewohner die Wartezeit im Freien verbringen. Um 04.10 Uhr rückten alle Einsatzkräfte ein.
Weitere Information zum Erdgas:
Bei Erdgas handelt es sich um ein Naturprodukt, dass zunächst geruchlos ist. Der überwiegende Anteil ist Methan. Durch sogenannte Odorierung, zusetzen von Geruchsstoffen, wird es deutlich riechbar. Erdgas ist leichter als Luft und steigt somit nach oben. Bei der Wahrnehmung von Erdgas sollten alle Zündquellen vermieden werden. Ist das Gas im Gebäude ausgetreten dürfen auf keinen Fall Klingeln oder Lichtschalter betätigt werden, da die hierbei entstehenden Funken unter ungünstigen Umständen schon zu einer Zündung führen können. Bei unkontrolliertem Gasaustritt oder des Geruchs nach Gas sollten Feuerwehr und Polizei verständigt werden.